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27/11/2015

Google Shopping Willkür ?

Filed under: e-Commerce Splitter — admin @ 16:31

Es kommt immer öfters vor, das Shopbetreiber, die auf google Shopping vertrauen, plötzlich diese Meldung in Ihrem Merchant Account sehen:

Your Merchant Center account has been suspended and your product listings no longer appear on Google Shopping. […] Payment and transaction processing, as well as processing of any personal information of the user (such as the address), must be secure (SSL-protected, with a valid SSL certificate).

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Bisher ging alles gut und nun plötzlich das ? Auch wenn google im Merchant Center verkündet das man Drittanbieter, (paypal oder Skrill) akzeptiert (hier wird ja alles per SSL verschlüsselt, verlangt google jetzt plötzlich, das selbst die Anmeldung eine SSL Verschlüsselung haben muss. Siehe diese Antwort von google auf eine entsprechende Anfrage:

Sehr geehrter Herr XXXX,

vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich Ihres Google Merchant Center Kontos.

Mein Name ist L. B. und ich bin Ihnen äußerst gerne bei Ihrem Anliegen behilflich.

Gerne habe ich Ihr Merchant Center überprüft und festgestellt, dass auf Ihrer Webseite ab der Registrierung des Kunden keine SSL Verschlüsselung vorhanden ist.

Ihr zukünftiger Kunde muss persönliche Daten in einer sicheren Verbindung an Sie weitergeben können.
Damit das Merchant Center freigegeben werden kann, empfehle ich Ihnen diese Verschlüsselung auf Ihrer Webseite zu installieren.
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Liebste google-krake, was soll das denn schon wieder ?   Nach welchen Richtlinien wird hier gehandelt ?  In etwa ene mene muh ?  Einer muss SSL haben, 100 andere nicht ?   Und wenn das neu ist, das man zwingend ein SSL Zert haben muss um bei google shopping Gnade zu finden, sollte man das mal entsprechend bekannt geben.
Aber wie das so ist mit den Göttern im modernen Olymp.  Eine zufriedenstellende logische Antwort wird es wohl nie geben.
Deshalb alle die sich auf diesen Teil der modernen Dreifaltikeit des e-commerce als Umsatzbringer verlassen, unbedingt diese Punkte beachten:
  • Nicht nur die Zahlungsabwicklung sondern den gesamten Anmelde und Checkoutbereich  per SSL absichern
  • Das SSL-Zertifikat muss gültig sein ! Am besten ein Domain geprüftes SSL Zertifikat einsetzen, mit automtischer Verlängerung nach einem Jahr.

05/11/2015

PSI-USA, Inc. dba Domain Robot Achtung PISHING und SPAM

Filed under: Internet-Betrüger — admin @ 20:15

Wenn Sie nachfolgende Mail erhalten, erschrecken ok, aber dann in den Müll damit:!!!!

Es steht natürlich immer der Name des Domaininhabers in der Anrede 🙂

Dear Rainer Kittelmann,

The Domain Name ialla.com have been suspended for violation of the PSI-USA, Inc. dba Domain Robot Abuse Policy.

Multiple warnings were sent by PSI-USA, Inc. dba Domain Robot Spam and Abuse Department to give you an opportunity to address the complaints we have received.

We did not receive a reply from you to these email warnings so we then attempted to contact you via telephone.

We had no choice but to suspend your domain name when you did not respond to our attempts to contact you.

Click here and download- a copy of complaints we have received.

Please contact us for additional information regarding this notification.

Sincerely,

PSI-USA, Inc. dba Domain Robot

Spam and Abuse Department

Der Link wurde hier entfernt.  Die gehackte Seite ist im Moment auch offline.

16/10/2015

Darf das Finanzamt eine Domain pfänden ?

Filed under: e-Commerce Splitter — Schlagwörter: , , — admin @ 14:04

Hochinteressant, falls es mal passiert:

Das FG Münster hat mit Urteil vom 16.9.2015 – 7 K 781/14 AO entschieden, dass das Finanzamt die Ansprüche aus einem Internet-Domainvertrag pfänden kann.

Geklagt hatte eine Genossenschaft, die als Registrierungsstelle Internet-Domains verwaltet und betreibt. Die Genossenschaft hatte mit einem Unternehmer, der Inhaber eines Onlineshops für Unterhaltungselektronik war, einen Vertrag über die Registrierung einer Internet-Domain geschlossen, in dem sie sich u.a. zur Zurverfügungstellung und Unterhaltung einer Internet-Domain verpflichtet hatte.

Aufgrund rückständiger Steuern des Unternehmers pfändete das beklagte Finanzamt u.a. dessen Anspruch auf Aufrechterhaltung der Registrierung der Internet-Domain für seinen Onlineshop. Mit ihrer hiergegen gerichteten Klage begehrte die Genossenschaft die Aufhebung der Pfändung.

Der 7. Senat des Finanzgerichts Münster wies die Klage ab. Bei den Rechten des Unternehmers aus dem Domainvertrag handele es sich, so der Senat, um pfändbare Vermögensrechte im Sinne der abgabenrechtlichen Pfändungsvorschriften.

Gegenstand der Pfändung sei dabei nicht die Internet-Domain als solche, die nur eine technische Adresse im Internet darstelle, sondern die Gesamtheit der schuldrechtlichen Ansprüche, die dem Domaininhaber gegenüber der Vergabestelle aus dem Registrierungsvertrag zustünden.

Das beklagte Finanzamt habe mit der Pfändung auch keine pfändungsfremden Ziele verfolgt, sondern sich das Zugriffsrecht auf die Ansprüche des Unternehmers aus dem Domainvertrag gesichert. Die Genossenschaft könne als Drittschuldnerin in Anspruch genommen werden, da sie Schuldnerin der Ansprüche aus dem Domainvertrag sei.

Der Umstand, dass für die Genossenschaft durch eine zunehmende Zahl solcher Pfändungen zukünftig ein nicht unerheblicher Arbeits- und Verwaltungsaufwand ausgelöst werden könne, sei dabei unerheblich.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtsfrage hat der Senat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.

Was also noch entschieden werden muss an höchster Stelle.  Was aber nicht geht (bisher), das ein deutsches Finanzamt eine .com , net oder andere Toplevel Domain pfändet, deren Registrierungsstelle nicht innerhalb der EU oder Deutschlands liegt.

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